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Expo 2015 in Mailand

Expo 2015 in Mailand

Steirische Beteiligung

Am 1. Mai wurde die Expo 2015 in Mailand eröffnet. Am Österreich-Pavillon haben auch steirische Firmen mitgebaut.

Knapp 150 Länder präsentieren sich von 1. Mai bis 31. Oktober auf der Expo 2015 in Mailand, darunter natürlich auch Österreich. Thema der heurigen Weltausstellung ist „Den Planeten ernähren, Energie für das Leben“ (Nutrire il pianeta, energia per la vita). Die Veranstalter rechnen mit 20 Millionen Besuchern. Ob es tatsächlich so viele sein werden, ist aber fraglich, denn Veranstalterländer nennen oft wenig nachvollziehbar hohe Besucherzahlen. In Shanghai 2010 gab es angeblich 73 Millionen Besucher.

Wie bei der Zahl der Besucher gehen auch bei der Nummerierung der Expos die Meinungen auseinander. Das „Bureau International des Expositions“ (B.I.E.) in Paris, das seit 1928 die Expos vergibt, erkennt 34 Weltausstellungen an, dazu neun weitere „internationale Ausstellungen“, macht zusammen also 43 Veranstaltungen. Es gibt aber auch Listen, die über 100 Weltausstellungen zählen.

Seit der Weltausstellung 1867 in Paris präsentieren sich die Länder in eigenen Pavillons. Österreich ist bei der heurigen Expo auch wieder mit einem eigenen Pavillon vertreten. Der Grund dafür war naheliegend: Italien ist nach Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner unserer Republik. Da darf Österreich natürlich in Mailand nicht fehlen.

Die Gestaltung des Österreich-Pavillons wurde in einem Wettbewerb entschieden, an dem sich 56 Teams beteiligten. Gewonnen hat schließlich das team.breathe.austria, dem auch Vertreter der TU Graz angehören. Auf 560 m² Ausstellungsfläche widmet sich der Pavillon dem „Lebensmittel Nummer eins“: der Luft. Dazu wurde die gesamte Ausstellungsfläche dicht mit heimischen Bäumen bepflanzt. Die Vegetation durchläuft während der Expo einen Jahreszeitenzyklus. Der gesamte Pavillon ist natürlich energieautark.

Daran haben auch steirische Unternehmen großen Anteil. Der Fassadenbauer SFL aus Stallhofen hat auf einer Fassadenseite eine Grätzel-Zelle zur Stromgewinnung angebracht. Am Dach des Pavillons hat Ökosolar aus Knittelfeld eine Photovoltaikanlage installiert und zusätzlich den von ihr entwickelten Energiespeicher „Power Storage“ geliefert. „Mit unserem Gerät steht der Solarstrom dann zur Verfügung, wenn er auch tatsächlich gebraucht wird, und nicht nur, wenn er produziert wird“, weiß Bernd Lippacher, Geschäftsführer und Kopf von Ökosolar. Sein für die Hausnetzversorgung entwickelter Speicher besticht nicht nur durch die intelligente Steuerung und das Design, er ist auch um rund die Hälfte günstiger als vergleichbare Systeme und voll recycelbar. Der „Power Storage“ ist zudem eine echte steirische Innovation. Ökosolar hat ihn entwickelt, gebaut wird er vom Team Styria in Spielberg. Dass seine Photovoltaikanlage und sein Energiespeicher in Mailand Verwendung finden, freut den Knittelfelder Unternehmer natürlich. „Das Konzept des Österreich-Pavillons setzt ganz auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Dass wir bei der Expo dabei sein dürfen, freut uns natürlich sehr und macht uns auch ein wenig stolz“, sagt Bernd Lippacher.

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„Unser Power Storage ist eine echte steirische Innovation. Er ist mitverantwortlich für die Energieautarkie des Österreich-Pavillons auf der Expo. Darauf sind wir stolz.“

Bernd Lippacher,
GF Ökosolar

Fotos: © Ökosolar

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