Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image
Nach oben springen

Top

Kein Kommentar

„WB steht für Wirtschaftsbund bewegt!“

„WB steht für  Wirtschaftsbund  bewegt!“

Herr Präsident, was sind die größten Erfolge, die der Wirtschaftsbund für Österreichs Unternehmer erzielt hat?

Leitl: Dazu gehört auf jeden Fall die Senkung der Lohnnebenkosten. Hier haben wir eine Trendwende erreicht. Nach Jahrzehnten wurden sie erstmals gesenkt statt erhöht. Wir haben auch eine Reihe an Konjunktur-Impulsen umgesetzt, wie den Handwerkerbonus oder die Verlängerung der Schwellenwerteverordnung. Wir haben den Gewinnfreibetrag und die GmbH-Reform erhalten. Der Wirtschaftsbund hat auch zahlreiche Belastungsangriffe erfolgreich abgewehrt. Stichwort Überstunden-Strafeuro, Arbeitszeitverkürzung, Eigentumssteuern etc.

Sind Eigentumssteuern für Sie weiterhin tabu?

Leitl: Absolut! Wer den Unternehmern mit Erbschaftssteuern von 35 Prozent an die Substanz geht, hat nicht nur tausende Betriebe am Gewissen, sondern auch die damit verbundenen Arbeitsplätze. Außerdem ist Österreich bereits ein Hochsteuerland. Die heimischen Unternehmer sind – was Steuern und Abgaben betrifft – am Limit. Sie durch neue Eigentumssteuern zu frustrieren, wäre fatal! Als Substanzsteuer würden sie die Betriebe jedes Jahr aufs Neue zur Kasse bitte – auch wenn gar kein Gewinn gemacht wird. 80 Prozent der früheren Vermögenssteuer sind zu Lasten der Unternehmer gegangen – das würde wieder passieren. Eigentumssteuern würden zur kalten Enteignung des gesamten Mittelstandes führen.

Womit haben die mittelständischen Unternehmer am meisten zu kämpfen?

Leitl: Zu den größten Problemen gehört sicherlich das Bürokratie-Monster. Die unüberschaubaren Vorschriften und Verbote sind unseren Unternehmern nicht mehr zumutbar. Hinzu kommt, dass die Behörden bei der Durchsetzung von Vorschriften oft mit Kanonen auf Spatzen schießen. Selbst kleine Verstöße – auch von Unternehmen, die sich noch nie etwas zuschulden kommen haben lassen – werden mit drakonischen Strafen geahndet.

Wie kann dieses Bürokratie-Monster erlegt werden?

Leitl: Wir sind schon dabei. Der Wirtschaftsbund ist seit Monaten Treiber beim Bürokratie-Abbau. Jetzt hat die Regierung bereits erste Maßnahmen beschlossen. Die Zahl der Beauftragten wurde reduziert, die strengen Bestimmungen bei der Arbeitszeitaufzeichnung wurden erleichtert. Aber das ist noch nicht genug. Beraten statt strafen, Vertrauen statt Misstrauen und eine würdige Form der Kontrollen – das braucht der unternehmerische Mittelstand und dafür setzen wir uns ein.

Wie sieht Ihr Programm für Österreichs Unternehmer aus?

Leitl: Gerade in schwierigen Zeiten müssen wir die Unternehmer entlasten, die Wirtschaft ankurbeln und Vorschriften vereinfachen. Diese Grundpfeiler prägen unser Wirtschaftsbund-Programm für die kommenden Jahre. Dazu gehören weitere Impulse für Wachstum und Beschäftigung, Schluss mit Schikanen und neuen Unternehmer-Belastungen – und wir werden beim Bürokratie-Abbau dran- bleiben. Zu unseren Schwerpunkten gehören auch die Forcierung der dualen Ausbildung und moderne Unternehmensfinanzierung. Am wichtigsten für mich ist allerdings, dass unsere Selbständigen wieder mehr Freude am Unternehmertum haben können. Sie brauchen Motivation und Unterstützung.

Warum sollen die Unternehmer bei der WKÖ-Wahl ihr Kreuzerl beim Wirtschaftsbund machen?

Leitl: WB steht für „Wirtschaftsbund bewegt“. Wir stehen für Kompetenz, Umsetzungskraft, Verlässlichkeit und Sicherheit! Der unternehmerische Mittelstand ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Und wir wollen, dass das auch so bleibt. Wir reden nicht nur, wir setzen um! Österreichs Unternehmer können sich auf uns verlassen!

Vielen Dank für das Gespräch! ■

Artikel kommentieren