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Expedition ins All

Steirische Technologie landet am Kometen

Groß war der Jubel, als am 12. November die Raumsonde Rosetta nach ihrer zehnjährigen Reise durch das Weltall den Kometen „67P/Churyumov-Gerasimenko“ erreicht hat. Mit dabei war auch ein Instrument, das in der Steiermark konstruiert wurde.

MIDAS (Micro-Imaging Dust Analysis System) heißt eines von insgesamt elf wissenschaftlichen Instrumenten, die Roseatta mit an Bord hat. Es soll den Staub des Kometen untersuchen. Entwickelt wurde das Instrument von Joanneum Research, somit ist auch ein Teil steirisches Know-how mit auf dem Kometen gelandet.
Die Entwicklung von MIDAS erfolgte im Auftrag der ESA unter der Leitung des Grazer Instituts für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Neben der steirischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research waren innerhalb von Österreich auch noch das AIT (Austrian Institute of Technology), RUAG Space und die Technische Universität Wien beteiligt. Joanneum Research war von 1999 bis 2001 für das Design von elektronischen Komponenten, die Beschaffung von weltraumtauglichen Bauteilen für das gesamte Instrument und die Entwicklung sowie Fertigung des Test-
equipments, um MIDAS noch vor dem Start umfangreichen Tests unterziehen zu können, verantwortlich. Zudem hat Joanneum Research auch essentielle Teile für die Testumgebung der gesamten Rosetta-Sonde entworfen.
Rosetta umkreist und folgt dem Kometen bei seiner Annäherung an die Sonne und analysiert mit Hilfe von MIDAS und dessen Rasterkraftmikros-
kop den Staub, der vom Kometen emittiert wird, hinsichtlich Population, Größe, Volumen und Aussehen auf einige Nanometer genau. „Man nimmt an, dass die Zusammensetzung eines Kometen jener der Molekülwolke entspricht, aus der vor 4,6 Milliarden Jahren unser Sonnensystem entstanden ist“, erklärt Eveline Greschitz, die bei der Joanneum Research für das Projekt MIDAS Verantwortliche. ■

Eveline Greschitz

„Rosetta soll mehr über den
Ursprung und die Entstehung
unseres Sonnensystems herausfinden.

Eveline Greschitz,
Joanneum Research

© Joanneum Research

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