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Editorial

Kurt Egger, Foto © Robert FranklZugegeben, die ÖVP hat schon bessere Zeiten erlebt. Die jüngste Nationalratswahl war aus Sichtder ÖVP nicht eben berauschend. Wie übrigens für so ziemlich alle anderen Parteien auch. Denn die meisten haben nicht so viel dazugewonnen, wie sie erhofft hatten. Dazu kam, dass mit sechs Parteien im Parlament die Regierungsbildung nicht gerade einfacher wurde.

Obwohl die ÖVP in der Vergangenheit Wahlen verloren hat, übernimmt sie zumindest in der Koalition Verantwortung. Im Gegensatz zu anderen Parteien. Nicht anders ist die Situation in der Wirtschaftskammer. Während das Team Stronach, die NEOS und die FPÖ die Abschaffung der Wirtschaftskammer gefordert haben, und damit einer Schwächung der Unternehmer das Wort geredet haben, und bei der SPÖ ihr letzter Wirtschaftsvertreter aus dem Parlament flog, hat sich der Wirtschaftsbund sowohl in der Regierungsbildung, als auch danach inhaltlich produktiv eingebracht. Mit Erfolg, wie sich gezeigt hat! Vieles, was für die Wirtschaft zunächst grauslich aussah, konnte verhindert werden. Zugleich setzte man wichtige Verbesserungen durch.

Das unterstreicht die Notwendigkeit beider Institutionen. Wer würde sich für Unternehmer stark machen, wenn es die Wirtschaftskammer und den Wirtschaftsbund als Sprachrohr nicht gäbe? Jene, die die WKO abschaffen wollen, wohl kaum. Auch nicht jene, die ihre letzten, in homöopathischen Dosen vorkommenden Wirtschaftsvertreter wegrationalisiert haben.

Es ist daher nicht egal, wie stark die Interessenvertretung für die Wirtschaft ist. Der Wirtschaftsbund ist in der Wirtschaftskammer die einzige ernstzunehmende Kraft, die sich für Unternehmer und ihre Anliegen stark macht. Umso wichtiger ist es, dass sich der Wirtschaftsbund zu Wort meldet. Wir kämpfen für die
Leistungs- und Verantwortungsträger in diesem Land und
beweisen auch unsere Durchsetzungskraft.

In harten Verhandlungen hat sich der Wirtschaftsbund mit
Präsident Christoph Leitl und Generalsekretär Peter Haubner an der Spitze geschlossen gegen einen weiteren Belastungskurs zulasten der heimischen Wirtschaft eingesetzt. Gemeinsam mit allen Mandataren und Mitstreitern konnte der Wirtschaftsbund die Beibehaltung des steuerbegünstigten Gewinnfreibetrages und die GmbH-Reform durchsetzen. Zuletzt wurde auf Drängen des Wirtschaftsbundes nun auch die Umsetzung des Handwerkerbonus ab 1. Juli 2014 beschlossen. Eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der heimischen Wirtschaft und Eindämmung der Schattenwirtschaft. Doch diese Maßnahmen sind nur erste Schritte in die richtige Richtung. Was Österreich angesichts der hohen Steuer- und Abgabenlast dringend braucht, und wofür sich der Wirtschaftsbund mit aller Kraft einsetzt, ist eine große Steuerreform, die den Faktor Arbeit entlastet, denn Leistung muss sich wieder lohnen.

Kurt Egger
WB-Direktor

 

Foto © Robert Frankl

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